Hund und Mensch

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Hundeführerschein

Seit das neue Landeshundegesetz in Kraft getreten ist, gibt es den sogenannten Hundeführerschein. Alle Menschen, die einen Hund halten möchten, der über vierzig Zentimeter groß und zwanzig Kilo schwer ist, müssen während einer Prüfung, die von einigen Tierärzten abgehalten wird, einen Fragenkatalog beantworten.

Menschen die bereits drei Jahre vor Inkraft treten der Landeshundeverordnung einen großen Hund gehalten haben, brauchen den Führerschein nicht. Außerdem gibt es den Sachkundenachweis nach §6 Abs.2 und 3 der Landeshundeverordnung.Wer einen Hund hat, der zu den sogenannten Kampfhunden oder deren Mischlinge gehört, muß neben einem Führungszeugnis welches er bei der Anmeldung des Hundes vorlegen muss auch seine Sachkunde beweisen.Das Veterinäramt der entsprechenden Stadt nimmt die Prüfung ab.

Nun,in meiner Heimatstadt wusste das Veterinäramt nicht wann die nächste Prüfung dort stattfinden wird. In Bochum würde das schneller gehen war die Auskunft. Nun, ich wollte es wissen: wie läuft so eine Prüfung ab? Was wird verlangt? Wie hoch ist der Anspruch? Ich hielt mich für sachkundig nachdem ich die Fragen, die vorkommen könnten Internet gelesen hatte und beschloß zusammen mit Monika, einer Mitstreiterin aus dem Tierschutzverein die mir den letzten Anstoß gegeben hatte, an der Prüfung teilzunehmen.

8.4.2005,13 Uhr, Veterinäramt Bochum

Abfahrt von der Autobahn....ran an den EG-Schlachthof. Alte rote Bauten, Fleischereien...ein Arbeiter lacht uns zu. Er trägt eine weiße Jacke, die Brust, die Ärmel bis hinauf zu den Elbogen besudelt von Blut. Das Würgen im Hals wird unerträglich. Wir drehen um, erstmal ein Stück weiter fahren, sich beruhigen. Ich bin und bleibe Vegetarier. Wir suchen das richtige Gebäude.

Der Flur ist lang, eine Holzbank für zwei Personen klopf...klopf...es ist noch vel zu früh. Wir gehen zurück ins Auto. Erstmal Dietmar anrufen, sich frei machen vom Ekel.Dann ist es soweit. Von den vielen Leten, die uns am Telefon angekündigt wurden sehen wir zwei.Eine davon hat ihren Staffordmischling mitgebracht. Sie hat ihn von ihrem Sohn übernommen und die Chipnummer soll überprüft werden.Die Dame hat so ihre Schwierigkeiten mit den Fragen,das Wort "Sozialisation" hatte sie noch nie gehört.

Der Amtstierarzt ist freundlich. Er erklärt es ruhig. Vor der Prüfung gibt er Tipps. Jeder erhält einen anderen Bogen. Abgucken ist nicht möglich. Es sind weit wenger Fragen, als ich dachte. Aber ich denke zu kompliziert. Tollwut kann alle Tiere anstecken...alle Tiere? Ich glaube nicht, dass Würmer, Fliegen usw. angesteckt werden können... Hinterher erfahre ich, dass nur von Wirbeltieren die Rede ist. Ich hätte niemals gedacht, dass Hunde ( unter anderem ) nich auf den Spielplatz dürfen, weil sie sich an den Geräte verletzen könnten.....

Nun, drei Fehler. Bestanden. Monika hat zwei Fehler.

Die beiden anderen Damen kämpfen mit dem Lesestoff. Hals und Gesicht sind über und über mit roten Flecken bestückt...mit sowas befaßt man sich doch sonst gar nicht, meint die Besitzerin des Mischlings. Das irrtiert mich dann doch etwas. Im Test sind viele Fragen, die ich als Allgemeinwissen bezeichnen würde. Mit was befaßt sich ein Hundebesitzer denn, wenn nicht mit seinem Hund und das Wissen über ihn?

Nach der Prüfung sieht der nette Prüfer gleich alles durch, die Fehler von Monika und von mir werden besprochen. Dann erhalten wir unsere Urkunden.(25 Euro hatten wir ja schon am Anfang bezahlt) wir werden von ihm verabschiedet und dürfen gehen. Die beiden Damen müssen bleiben. Der Prüfer möchte etwas "in die Tiefe" gehen.

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