Hund und Mensch

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Katzenbabys im Rudel

Als Josey ins Haus kam,ahnte ich, dass sie unser Rudelleben ziemlich durcheinander bringen würde. Und so war es dann auch.

Ein kleines Katzenbaby, dass mit etwa zweieinhalb Wochen von ihrer verwilderten Mutter in einem Garten liegen gelassen wurde, zog ein. Von nun an hieß es, alle zwei Stunden das Fläschchen geben,Bauch massieren und Ersatzmutter sein.

Sammy und Branko zeigten große Unsicherheiten. Beißen oder belecken? Bei jedem Schlecken lobte ich die Beiden...ja fein..., bei jedem Beißversuch hielt ich die Schnauzen zu und sagte: " mein Baby" oder "lass Baby".

Am dritten Tag adoptierte Sammy die Kleine. Eine große Erkleichterung. Sie massierte ihr den Bauch und hielt sie warm.

Branko konnte sich noch nicht entscheiden. Aber ich hatte ja nun eine Verbündete. " Paß schön auf, Sammy"- und Branko hatte nichts mehr zu lachen, wenn er sich dem Baby nähern wollte. Sammy fletschte die Zähne.

Das Baby schlief nachts zur Sicherheit in einer großen klappbaren Hundebox. In der vierten Nacht weckte mich Branko durch Abschlecken meines Gesichtes...Er führte mich aufgeregt zur Hundebox: das Baby schrie, hielt das Gitter der Box fest umklammert. Es wollte nicht länger allein sein. Seit dem hat Josey auch einen Papa. Obwohl Branko ihr immer noch ein wenig zu wild ist, zeigt sie keinerlei Scheu vor ihm. Sie bleibt einfach stehen, wenn er angerannt kommt oder verschwindet im nächsten kleinen Spalt.

Als Josey vier Wochen alt wurde bekam sie eine Spielgefährtin - Angel. Angel war eine Woche älter und ebenfals das Kind einer " Wilden". Sammy schnüffelte einmal...ah, alles klar.Baby! Branko mußte wieder einige Stunden erneut lernen, dass es "mein Baby" ist. Angel fauchte zwei Stunden immer wieder in Richtung Hunde. Von da an wurde sie ein " Papakind".

Als Josey in den Augen ihrer Mama alt genug war und selbstständig werden konnte, verringerte sich auch Sammys interesse an Josey. Obwohl das Verhältnis innig ist - beide begrüßen sich manchmal mit Nasenstübser oder schlecken sich kurz gegenseitig über die Nase - ist ihr der oft enge Kontakt, den die Kleine/die Kleinen suchen, wohl etwas zu anstrengend. Schließlich ist sie nun elf Jahre und ruhebedürftiger als zuvor. Dem Herungekletter auf ihrem Rücken, das Behacken des Schwanzes, einkuscheln wollen, begegnet sie immer öfter mit aufstehen und weggehen. Angel hat sie gut akzeptiert, aber Josey scheint doch etwas Besonderes für sie zu sein - eben ihr großes Baby.

Angel hat sich Branko als Bezugshund ausgesucht. Manchmal versucht er sie etwas zu jagen oder sie provoziert es gejagt zu werden, in dem mal eben eine kleine Pfote geflogen kommt - und husch, schnell unter den Hocker, Schrank etc.eben dahin, wo Branko nicht hin kann, um ihn dann wieder von hinten erneut zu ärgern!

Bei Papa haben die Kätzchen sozusagen "Narrenfreiheit". Ich bin immer ganz gerührt, wenn ich sehe, wie die kleine Angel dem großen Branko das Ohr ausleckt oder sich in seiner Nähe in den großen Hundekorb legt!

Und noch einen Unterschied gibt es: Sammy zeigt ein wenig die Zähne, sollten die Kätzchen es wagen, während sie frißt an ihren Napf zu gehen, Branko läßt sich nicht davon stören - egal ob ein Pfötchen während er frißt nach seinem Futter fischt oder Josey und Angel mal Hundetrockenfutter erschnüffeln wollen.

So ist das eben mit Vätern und Töchtern. Die Mädels wickeln sogar Hundeväter um die Krallen. Mütter sind da etwas strenger.

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