Hund und Mensch

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Hilfe Besuch!

Früher habe ich immer wieder von Hunden gelesen, deren Besitzer an dem Starken Schutz- und Wachtrieb oder territorialem Verhalten ihres Hundes verzweifelten. "Sowas kriegt man doch wohl in den Griff ohne den Hund wegzusperren!" Ich empörte mich heimlich etwas über das Verhalten der Hundebesitzer, "wie soll der Hund lernen mit der Situation zurecht zu kommen, wenn er durchs Wegsperren nur lernen kann, dass Besuch Einzelhaft bedeutet"? Ja wie ? Dies fragte ich mich dann nach unserem ersten Tag mit Branko auch und später eine Hundetrainerin und einige klugen Bücher. Wahrscheinlich fragte sich das auch der Paketbote den Branko nicht nur von der Tür sondern vom Grundstück scheuchte weil der kluge Hund Türen öffnen kann und um Frauchen beizustehen, mal eben schnell zur Selbsthilfe griff. Und unser erster Besuch, der stramm stehen durfte, weil der Hund ihm bellend auf der Brust hing...und bewegen in der Wohnung...Wir haben zum Glück nervenstarke hundefreundliche Freunde, Arbeitskollegen und Bekannte, die sich zur Mithilfe bei der Hundeerziehung bereit erklärten und uns trotzdem oder gerade wegen Branko besuchten. Nun ist Branko drei Monate bei uns. Wir haben eine Kiste mit kleingeschnittenen Schweineöhrchen gut verpackt im Hausflur stehen. Wir gehen grundsätzlich nur allein zur Haustür, Branko bleibt in der Wohnung, das geht so gut, weil Hausflur und Wohnung durch eine Tür getrennt sind. Jeder Besuch erhält ein Stück vom Öhrchen. Dies gibt es auch nur in der Wohnung. Besuch ist toll! Besuch bringt immer einen besonderen Leckerbissen! Branko rennt zwar immer noch bellend auf dem Besuch zu, setzt sich aber sofort und erwartet seine Belohnung. Der Besuch darf eintreten. Will der Besuch sich verabschieden oder innerhalb der Wohnung bewegen reagiert Branko noch nicht so zuverlässig, aber bereits abgeschwächt, und manchmal auch schon ganz adäquat. Die Tür zum Hausflur scheint er als Grenze zu akzeptieren. Es ist okay wenn Frauchen, Herrchen allein an die Haustür gehen.

Als weitere Möglichkeit, den Hausfrieden zu wahren, kann ich den Besuch bereits mit den Hunden vor dem Grundstück abholen. Wenn Frauchen/Herrchen den Fremden mitnehmen, scheint das auch okay zu sein für einen Wachhund.

Ich feue mich sehr über die kleinen Fortschritte von Branko, die das Zusammenleben unseres Rudels immer angenehmer machen. Was ganz wichtig ist, für alle die UNERWÜNSCHTE VERHALTENSWEISEN ihres Hundes auch gern verändern möchten: es geht, aber oft geht es langsam. Konsequenz ist das A und O dabei! Ruhig bleiben, freundlich bleiben und DURCHHALTEN. Und was ich besonders wichtig finde: dem Hund zeigen, was er statt dessen machen soll! Woher soll er es wissen? Dabei sollte man sich realistische kleine Schritte überlegen. Ich hätte es natürlich lieber, wenn Branko den Besuch kurz begrüßen und dann im Körbchen verschwinden würde bis der Besuch gegangen ist. Damit wäre er als Wach - und Schutzhund aber komplett überfordert und jeder Besuch unerfreulicher Stress für das ganze Rudel. Also langsam angehen lassen und sich über kleine Veränderungen freuen.


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