Hund und Mensch

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Mein Hund wird alt

Wann wird mein Hund alt?

Je größer die Rasse desto schneller altert der Hund. dies liegt an der unterschiedlichen Lebenserwartung der Rassen.Eine Dogge wird im Schnitt acht bis neun Jahre, ein kleiner pudelartiger Hund fünfzehn bis siebzehn. Das Alter macht sich individuell bemerkbar. Bei meiner zehnjährigen Hündin ( mittelgross) bemerke ich seit einem Jahr die ersten langsamen Veränderungen.

Wie macht sich das Alter bemerkbar?

Der Fang ergraut, das Fell wird stumpfer. Die Schneidezähne können abgenutzt sein, die Zähne zeigen Zahnstein, können locker werden. Der Hund braucht mehr Ruhepausen. das wilde Herumtollen, die Zerrspiele werden weniger, hören vielleicht ganz auf. Der Hund neigt zum dicker werden. Vielleicht muß er öfter auf die Hundewiese weil er das Wasser nicht mehr so lange halten kann wie in jungen Jahren. Nicht nur alte Menschen, auch Hunde können inkontinenent werden. Irgendwann sieht und hört der Hund schlechter als in jungen Jahren.

Worauf muß ich achten?

Jede Verhaltensänderung sollte genau unter die Lupe genommen werden. Werden die Augen immmer trüber? Dann sollten Sie ihr Tier einem Arzt vorstellen. Eine fortschreitende Linsentrübung könnte der " graue Star" sein, den es auch bei älteren Menschen gibt. Durch eine kleine nur ca. 15 Minütige Operation kann eine Erblindung verhindert und die Sehfähigket des Hundes wieder hergestellt werden.Vorsichtiges Schlurfen, lahmen beim Aufstehen, stark eingeschränkte Bewegungsaktivität können der Hinweis auf Erkrankungen der Wirbelsäule oder Bandscheibe sein. Athrose der Gelenke machen große Schmerzen. Warten Sie nicht bis die Proleme überhand nehmen. Geben Sie ihrem Tier wieder mehr Lebensqualität. Durch entzündungshemmende Medikamente, Akkupunktur oder auch Goldimplantation bei Athrose. Es gibt invasive Therapien die starke Scherzen lindern oder Schäden am Bewegungsapparat verbessern ohne dass eine teure Operation die Haushaltskasse volständig ausplündert. Homöopathische Mittel, Bachblüten können das Allgemeinbefinden sehr verbessern. Stilles Hinlegen, plötzliche Aggressivität weisen auf starke Schmerzen hin.Vermehrtes Trinken, Mattigkeit, häufigeres Erbrechen oder Diarrhoe, vermehrtes Wasser lassen, Haut - und Fellveränderungen zeigen Leber - und Nierenstörungen oder Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse an. Husten bei Aufregung, stark verlängerte Ruhephasen und Mattigkeit können auf Herzbeschwerden hindeuten.

Vorsorge

1 mal im Jahr sollte ein sogenannter Alterscheck beim Tierarzt stattfinden. Dieser sollte mindestens enthalten:

  • Kontrolle des Gebisses
  • Kontrolle der Sinnesorgane
  • Herz - Lungenuntersuchung
  • Blutbild mit Nieren - Leberwerte

Wurde das Tier bisher geimpft, sollte es weiter seine Impfen erhalten.

Wie oft und was wird immer wieder heftig diskutiert. Die Angaben der Medikamentenhersteller werden zunehmend kritisch betrachtet und eine jährliche Nachimpfung in Frage gestellt. Manchmal ist zu lesen, dass Hunde selbst Antikörper bilden, wenn sie in ihrer Jugend durchgeimpft wurden. Andererseits soll sich Hundestaupe wieder ausbreiten. Dass ältere Hunde Impfungen nicht mehr so gut vertragen wie junge scheint wiederlegt zu sein. Allerdings wird das gehäufte Auftreten von bestimmten Erkrankungen (z. B. Athrose) mit Impfungen in Verbindung gebracht. Ich selbst lasse meine Tiere impfen. Da ich noch keine klare Linie erkennen kann um mir eine eigene Meinung zu bilden ist mir das Sicherer. Eine regelmäßige Wurmkur sollte weiter selbstverständlich sein.

Ernährung

Gewichtskontrolle bei dem älteren Tier ist sehr wichtig, da der Bewegungsapparat durch überflüssige Pfunde zu sehr belastet wird. Es sollte leicht verdauliche hochwertige Nahrung gefüttert werden. Wenn Sie das bisher verabreicht haben, ist eine Umstellung auf Light - Produkte nicht nötig. Man sollte nicht alles glauben was die Futtermittelindustrie verbreitet. Erkundigen Sie sich genau über die Inhaltsstoffe ihres Futters und entscheiden Sie dann. Denken Sie aber beim Füttern daran, dass weniger kalorien benötigt werden. Der Hund wird nicht von selbst weniger essen, geben sie weniger in seinen Futternapf.

Was beeinflußt das Altern meines Tieres

Die Haltung des Hundes vom Welpenalter an, hat außer den mitgebrachten Erbanlagen und erworbenen Krankheiten großen Einfluß darauf wie ein Tier altert. Die Aufnahme als Familienmitglied, gute artgerechte und kalorienbewuste Ernährung, geistige Forderung durch Spiel, Sport und Erziehung, Kontakte zu Artgenossen und medizienische Betreuung sind Voraussetzung für ein erfülltes Hundeleben. Fordern sie ihr Tier auch im Alter- aber überfordern Sie es nicht. Beobachten Sie es gut und nehmen sie veränderungen nicht als "Altersnormal" hin, bevor der Arzt das Tier untersucht hat. Und wenn die Zeit kommt,dass ihr Hund wirklich nur noch am liebsten auf seinem warmen Plätzchen liegt - übersehen Sie ihn nicht. Gerade jetzt braucht er Ihre Zuneigung am Meisten! Regelmäßige Streicheleiheiten, regelmäßige Fellpflege, ab und zu ein besonderes Leckerchen. Erleichtern sie ihrem alten Freund das Alt sein, unterstützen Sie seinen Organismus z. B. mit Bachblüten. Und lassen sie ihn ncht sooft allein. Er braucht ihre Nähe mehr denn je. Jemand der schlecht hört, sieht und langsam ist, entwickelt leichter Ängste. Auch Ihr Hund. Zeigen sie ihm, dass er sicher ist in seinem Rudel.

Nachdenkliches

Immer wieder werden Hunde im fortgeschrittenem Alter von ihrem Rudel verlassen oder fortgeschickt. Alte Hunde die bei ihrem Rudel bleiben dürfen werden mehr oder weniger noch geduldet und schnell wird bei den kleinsten Wehwehchen eine sogenannte Einschläferung in Erwägung gezogen. Viele Tierschützer und mitfühlende Menschen macht dies traurig oder wütend. Am schlimmsten empfinde ich die Hilflosigkeit, denn Menschen die sich im Inneren bereits von ihrem Freund verabschiedet haben sind keinerlei Argumenten mehr zugänglich, sie finden immer Gegenargumente. Ein alter vielleicht nicht mehr so gesunder Hund braucht Zeit und die Versorgung durch den Arzt kostet Geld. Beim Kauf eines ach so süßen Hundebabies wird das immer noch nicht ausreichend bedacht. Aber ich glaube, dass der "Störfaktor" eine noch größere Rolle spielt. Der alte Mensch kommt ins Pflegeheim, der alte Hund ins Tierheim. Weg aus unseren Augen.

Ich bin immer den Tränen nahe, wenn ich dann doch noch verantwortungsbewußte Menschen treffe, die ihren vierbeinigen Freund z. B. im Fahrradkörbchen spazieren fahren, weil er nicht mehr so gut zu Fuß ist aber nicht allein bleiben soll oder ihn regelmäßig massieren um seine verspannten Muskeln zu lockern. Ja, es gibt sie noch die Menschen die eine Bindung zu ihrem Tier aufbauen und zu ihnen stehen, egal ob sie jung oder alt sind. Und ab und zu erhält auch ein trauriger Alter aus dem Tierheim eine zweite Chance.

Folgende Seiten beschäftigen sich auch mit dem alten Hund:

http://www.dalmatiner-in-not.de/alterHun.htm

http://www.tierheim-manresa.de/der-alte-hund.html

http://www.tiere-in-not-saar.de/weh.htm

http://www.sagen.at/texte/maerchen/maerchen_tschechien/derhundundderwolf.html


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