Hund und Mensch

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Was ist denn nun los?

Meine beiden Hunde, festgemacht am Jogginggürtel, unterbrachen den Lauf und waren Verwirrt. Auch ich brauchte einige Sekunden um die Situation zu erfassen: ein großer Feldhase rannte im Eiltempo an uns vorbei, gehetzt von vier (4!) Hunden. Und das mitten im Wald! Es war ein langer gerader Weg, gut überschaubar, aber wo waren die Hundebesitzer?

Diese Begebenheit sollte vielleicht doch dem einen oder anderen Hundebesitzer zu denken geben, denn welcher Hund hat denn keinen Jagdtrieb (mir ist nur der ELO bekannt), welcher Hund mit abgeschwächten Jagdtrieb hört denn aufs Wort, wenn vor ihm ein Hase, Kaninchen oder Reh aufspringt und läuft dann tatsächlich nicht hinterher? Und mal ehrlich, wurden die Tiere nicht eher aufgestöbert, weil der Hund nicht auf dem Weg bleibt?

Ich sehe sehr selten Rehe und andere Wildtiere auf den Wegen und ich bin mehrfach während der Woche im Wald. Hunde sollen toben, springen, spielen, auch im Wald, aber müssen es denn die schmalen Furten sein? Geht das nicht auf den oft breiten erschlossenen Hauptwegen, wo die Gefahr ein Tier aufzustöbern nicht so gegeben ist? Ich bin wirklich kein Freund davon, Hunde ständig an der Leine zu führen und meine eigenen beiden <Jagdgesellen> tun mir manchal ein wenig leid, aber sollen sie ihren Spaß auf Kosten der Wildtiere haben, deren Lebensraum sowieso immer enger wird? Hunde die nicht auf dem Weg bleiben beunruhigen die Bodenbrüter aus der Vogelwelt, setzen alle anderen Tiere unter Streß. Von März - September haben die Hasen Ihre Jungen, ab Mitte Mai werden die ersten Rehkitze geboren. Wenn ein Hund ein >gefundenes> Wildtier allzulange beschnuppert, hinterläßt er seine Duftspuren, was den sofortigen Verstoß der Tiermutter nach sich zieht. Setzt ein junges Tier zur Flucht an, kann es zu einem Aussetzen des Herzschlages kommen durch die Aufregung.Das Gesetz schreibt noch keine generelle Anleinpflicht für Waldbesuche vor, ausgenommen sind Natur - und Landschaftsschutzgebiete.

Jedes Bundesland, jede Gemeinde kann aber ihren eigenen Erlaß herausgeben. So herrscht z. B. in Niedersachsen eine Anleinpflicht in der Brut - Setz - Und Aufzuchtzeit ( 1.4.-15.7.) und eine generelle Anleinpflicht für alle Hunde im Wald besteht in Berlin, Brandenburg, Mecklemburg - Vorpommern, Schleßwig - Holstein. Genaue Auskünfte kann jeder Hundebesitzer bei seiner Heimatgemeinde einholen. In NRW dürfen. Hunde, die nicht zu den gefährlichen Hunden der Landeshundeverodnung gehören, es sei denn sie sind vom Leinenzwang befreit,auf ( nicht neben!) Waldwegen ohne Leine laufen, müssen aber in Aktions - und Rufweite sein (50 Meter). Ein Hund der außerhalb der Einwirkungsdistanz des ihn führenden Menschen ist und sichtbar Wild verfolgt und reißt, darf erschossen werden, wenn der Halter schon einmal schriftlich verwarnt wurde. Ist der Halter unbekannt, darf der Stadtrat den Abschuß bewilligen. Angeblich versuchen Forstbeamte und Jäger ja immer erst den Hund einzufangen. Die Abschußzahlen sprechen dagegen, Ob sie, wie ich sie übernommen habe stimmen, weiß ich nicht. Demnach haben jedes Jahr Tierhalter 25000 - 30000 Hunde und über 100000 Katzen zu beklagen!

Die vom Hund angerichteten Schäden muß der Hundehalter zusätzlich begleichen. Hunde die schon einmal eine Verzeigung ( wie es heißt) hatten, bekommen lebenslangen Maulkorb - und Leinenzwang. Dies alles möchte ich meine Hunden nicht antun. Sie müssen im Wald (leider) an der Leine bleiben.


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